Max ist nicht zu beneiden *g*
Clip: Naddel811
Verfasst von Gabi am 22. April 2009
Max ist nicht zu beneiden *g*
Clip: Naddel811
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Verfasst von Gabi am 22. April 2009
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Verfasst von Gabi am 15. April 2009
Die Szene mit Ingos Regen-Song gibt’s auf der AWZ-Seite:
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Verfasst von Gabi am 8. April 2009
clip: Flitzi88
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Verfasst von Gabi am 4. April 2009

Foto: Frank Hempel
Dennis Grabosch hat der Seite afterelton.com per eMail ein Interview gegeben: Gays of our Lives (March 30, 2009) | AfterElton.com
Hier die (sinngemäße) Übersetzung:
Vor Christian und Olli aus „Verbotene Liebe“ und Luke und Noah aus „As the world turns“ gab es bei „Alles was zählt “ die sehr populäre Liebesgeschichte zwischen Deniz Öztürk (Igor Dolgatschew) und Roman Wild (Dennis Grabosch). Obwohl die heiße Affäre von Roman und Deniz schon lange vorbei ist, hoffen die Fans immer noch darauf , daß sie wieder zusammenfinden. Aber wird das je geschehen?
Wir haben uns mit Dennis Grabosch per eMail über die Populatität des Paares unterhalten, ob sie je wieder zusammenkommen, seine Entscheidung, sich öffentlich als schwuler Mann zu outen, seine Heirat und mehr!
Dieses Interview wurde geführt, bevor die Neuigkeiten über einen eventuellen neuen Partner für Roman bekannt wurden.
AfterElton.com: Da Roman ein professioneller Eiskunstläufer ist, habe ich mich gefragt, ob du schon Eislaufen konntest oder es für die Rolle erst lernen mußtest?
Dennis Grabosch: Ich bin definitiv kein Eisläufer. Alles, was mit Bewegung zur Musik zu tun hat, auf dem Eis oder in einem Club, ist nicht gerade meine größte Begabung, vielleicht, weil ich zwei linke Füße habe. Ihr könnt euch meine Überraschung vorstellen, als unsere wunderbare Casting-Chefin aus Berlin, Charlotte Siebenrock, mir zuzwinkerte und meinte, ich solle mir mal keine Sorgen machen. sie könne ein verborgenes Eislauftalent sehen. Ich habe es wohl hauptsächlich deswegen so gut gemacht, weil ich den angeborenen Wunsch habe, Leute nicht im Stich zu lassen, und Charlotte glaubte an mich, also konnte ich sie nicht enttäuschen. Ich hatte ein Talent, das ich offenbar nicht sehen konnte, aber der Druck war da und ich mußte es machen, gut machen, linke Füße hin oder her.
AE: Warst du ursprünglich als möglicher Liebespartner für Deniz vorgesehen oder umgekehrt? Wie entstand die Idee für diese Storyline?
DG: Lustigerweise war ich, kurz bevor sie Deniz in die Serie brachten, schon drauf und dran, die Serie zu verlassen. Hauptsächlich, weil ich während der ersten Staffel fast die ganze Zeit das Gefühl hatte, Roman sei der überflüssigste Charakter von allen. Natürlich wußte ich nicht, was sie still und heimlich für meine Rolle geplant hatten.
Ich denke, dramaturgisch gesehen war Deniz’ Auftauchen die Rechtfertigung für meine Rolle. Es machte Roman ein wenig realer, verwundbarer, und gab dem Charakter Tiefe. Andererseits bedeutete die turbulente Beziehung mit Deniz für Roman das Ende der Unschuld, konfrontierte ihn mit der realen Welt und ihren Enttäuschungen. Armer Roman, das Leben ist nie einfach, wenn man sich in einen bisexuellen Mann verliebt.
AE: Warum hat die Serie sie getrennt? Glaubst du, sie werden jemals wieder zusammenkommen?
DG: Die Trennung war das einzig mögliche Ende für Deniz und Roman. Soaps sind nichts weiter als ein Spiegel der Welt, in der wir leben, und ob es uns gefällt oder nicht, im wirklichen Leben gibt es kein Happy-End, vor allem, wenn man sich in die falsche Person verliebt, in diesem Fall in einen bisexuellen Mann. Ich sage nicht, daß das falsch ist, aber wie mal jemand zu mir sagte, „Ich habe noch nie einen bisexuellen Mann getroffen, der mit seinem Freund zusammenlebt und sich heimlich zu seiner Freundin schleicht.“ Ich auch nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie Deniz und Roman wieder zusammenkommen sollten. Aber man weiß ja nie. Letzten Endes reden wir über Seife, und wenn Mr. Ewing unter der Dusche wieder auftauchen kann, nachdem er schon eine ganze Weile tot war, nehme ich an, es gibt auch die Möglichkeit eines Happy-End für Deniz und Roman. Schließlich duschen wir die ganze Zeit!
AE: Was gefiel dir am besten an dieser Storyline? Welche andere Story war dein Favorit, seit du dabei bist?
DG: Am Wichtigsten war für mich, die Augenblicke der Zärtlichkeit zwischen Deniz und Roman auf dem Bildschirm glaubhaft zu machen. Ich denke, wir hatten einige wirklich gute Szenen, bei denen eine Art Chemie zwischen uns beiden sichtbar wurde, was für mich das Beste ist, das ein Schauspieler vor der Kamera erreichen kann.
Ich habe keine bestimmten Storylines, die ich bevorzuge, aber ich liebe den ironischen Ton von AWZ und die Comedy-Elemente. Das wollte ich schon immer machen.
AE: Warum war das Paar deiner Meinung nach so beliebt und ist es immer noch, obwohl sie schon einige Zeit nicht mehr zusammen sind?
DG: Ich glaube, wir wurden so populär, weil die Storyline etwas getroffen hat, was die Leute auf sich selbst beziehen können und was sie selber schon erlebt haben. Man meint oft, die Romanzen seien das Interessante, aber in Wirklichkeit sind es die Schwierigkeiten und Hindernisse. Sie machen Liebe intensiver und bedeutsamer, aber auch unmöglicher.
Das ist eine Geschichte, die seit Jahrhunderten durch Kunst, Poesie und neuerdings durch Filme erzählt wird. Das ist wohl auch der tiefere Grund dafür, daß die beiden noch immer so populär sind. Es liegt in unserer Natur zu glauben, daß die Liebe am Ende siegt, auch unter den schwierigsten Bedingungen.
AE: Was wünschst du dir für deine Rolle?
DG: Es kommt nicht darauf an, was mir gefallen würde. Schlußendlich sind wir alle der Gnade der Autoren ausgeliefert. Aber es würde sicher Spaß machen, ein Special zu drehen, bei dem alle Charaktere der Serie schwul sind. Wir könnten eine Woche Queer as Folk Köln-Ossendorf machen.
Darüber wäre ich besonders glücklich, weil ich die Gelegenheit bekäme, mit der ganzen männlichen Besetzung Sexszenen in der Dusche zu haben. Naja, jedenfalls mit denen, die mir gefallen. Und wer weiß, ich könnte mich selber als bisexuell entpuppen und mit Annette Spaß haben? Ach nein, das hatten wir ja schon! (Anm. d.Ü.: Und was ist mit Jenny?)
AE: Ist dir bewußt, wie populär dein Charakter außerhalb Deutschlands ist? Wenn ja, wann hast du das bemerkt und wie fühlst du dich dabei?
DG: Das große Interesse draußen im Internet war mir gar nicht so richtig klar und es überraschte mich, als ich schließlich merkte, was passiert und daß so viele Menschen an Deniz und Roman interessiert sind. Ich weiß es zu schätzen, daß so viele Menschen Roman ins Herz geschlossen haben und in andere Regionen, die ich nicht erwähnen möchte, die aber kommentiert wurden. Wie ihr wißt, bin ich ein sehr glücklich verheirateter Mann! Aber ich bin nicht tot, also bitte kommentiert weiterhin positiv. Es ist toll für mein Ego, auch wenn es eigentlich Roman ist, für den die Leute sich interessieren.
AE: Erzähl mir von deinem Coming Out. Wie lange ist das her? Warum hast du dich dazu entschlossen?
DG: Das ist schon so lange her, daß ich Mühe habe, mich zu erinnern. Es schien nie ein Thema zu sein, weil schon seit der Grundschule alle dachten, ich sei schwul. Keine Ahnung, woher die das alle wußten. Meine Mutter muß besorgt gewesen sein und fragte den Arzt um Rat, der ihr riet, meine Haare nicht zu lang werden zu lassen. Echt bizarr! Wenn er noch lebte, sollte ich hingehen und ihm sagen, daß es kein bißchen geholfen hat.
Mit 15 habe ich mich in meinen besten Freund verliebt. Meinen ersten Freund hatte ich mit 16. Er lebte am anderen Ende von Deutschland. Diese Erfahrung traumatisierte mich ziemlich, als er schließlich Schluß machte. Ich sah genau so alt aus, wie ich war, hatte aber offenbar das Verfallsdatum überschritten.
Als ich nach Hause zurückkam, verliebte ich mich in ein Mädchen. Wer wollte mir das vorwerfen? Aber irgendwo in meinem 16jährigen Verstand wußte ich, daß das keine gute Idee war und ihr falsche Hoffnungen machte, die sie nur verletzen würden. Also machte ich Schluß; ich wollte ihr nicht das Gleiche antun, was mir passiert war.
Zum Glück zwang mein nächster Freund mich dazu, mich mit meiner Sexualität auf erwachsenere Weise auseinanderzusetzen. Er wohnte nur ein paar Straßen weiter und war oft bei uns zu Hause, was schließlich dazu führte, daß meine Mutter mich direkt fragte: Bist du homosexuell? Ich fand es bis dahin eigentlich ganz gut, mich mit netten kleinen Antworten wie „Ich verliebe mich in Menschen“ herauszureden. Aber meine Mutter verdiente etwas Besseres, und ich auch.
Zurückblickend fühlt es sich an wie eine politische Entscheidung, die ich in jener Nacht traf, als ich es ihr sagte. Das ist mir bis heute sehr wichtig. Ich höre oft Leute sagen, es sei ok, sich nicht zu outen, und jedem selber überlassen. Aber wo wären wir heute, wenn alle so denken würden?
Wir werden nur die notwendige politische Macht für Veränderungen erreichen, wenn wir zusammenhalten und aufeinander zählen können. Ich frage mich auch, wie es funktionieren soll, sich nicht zu outen? Wenn dich zum Beispiel jemand fragt, was du letzte Nacht gemacht hast, lügst du dann und sagst, du hättest alleine ferngesehen, wenn du in Wirklichkeit mit deinem Freund im Bett gekuschelt hast?
Das kann doch für das eigene Selbstwertgefühl nicht gut sein. Wenn ich dauernd über meine Sexualität lügen müßte, würde ich mich selber nicht mögen. Letzten Endes ist es aber tatsächlich die Entscheidung jedes Einzelnen. Ich halte nichts davon, andere zu outen.
AE: Hast du den Eindruck, dein Coming-Out hat die Art der Rollenangebote beinflußt, die du bekommst?
DG: Kann sein, ich weiß es nicht. Wir werden abwarten müssen. Aber ich seh das recht locker, ich habe immer einen Plan B. Wenn ich nicht gleich Arbeit finde, gehe ich heim nach London und verbringe mehr Zeit mit meinem Mann. Das könnte unserer Beziehung gut tun, er hat langsam genug davon, immer zwischen London und Köln zu pendeln, also gibt es immer auch eine positive Seite.
Letztes Jahr drehte ich einen Film (Tatort), in dem ich einen Charakter spielte, der ganz anders ist als Roman. Der Regisseur sagte mir, er habe mich nicht wegen meiner Rolle in AWZ gecastet, sondern wegen meiner vorherigen Arbeit. Wahrscheinlich was das als Kompliment gemeint, aber ich zögere immer, Komplimente anzunehmen, da ich mein strengster Kritiker bin. Vielleicht habe ich Glück und ein paar Leute erinnern sich daran, daß ich auch vor AWZ schon als Schauspieler gearbeitet habe.
AE: Sprechen wir von deinem Mann (Brent Magee, ein Londoner Psychotherapeut). Kannst du mir ein wenig über die Heirat erzählen und wie es zu dem Entschluß kam?
DG: Als ich meinen Mann kennenlernte, sagte er sehr deutlich, was er wollte. Damals war ich davon sehr beindruckt, ich hatte noch niemanden getroffen, der so genau wußte, was er wollte. Er sagte mir von Anfang an, daß er heiraten und Kinder haben wollte. Er sagte auch, wenn ich genau wüßte, was er von mir erwartet, hätte ich die Wahl, das zu akzeptieren oder mich von ihm zu trennen.
Wenn du mich gefragt hättest, ob heiraten etwas für mich sei. bevor ich meinen Mann traf, hätte ich wohl nein gesagt. Es gab niemanden, bei dem ich bereit gewesen wäre, diese Bindung einzugehen. Bei Brent war das anders, wir liebten uns, es fühlte sich richtig an und wir bekamen schließlich die Genehmigung.
AE: Du hast öffentlich darüber gesprochen, daß du von Schwulenhassern zusammengeschlagen wurdest. Nachdem du vorher geschwiegen hattest, was hat dich bewogen, offen darüber zu reden?
DG: Ich glaube, ich hatte es immer verdrängt. Ich hatte nie wirklich mit jemand darüber gesprochen, weil ich damals nicht wußte, daß es Selbsthilfegruppen oder Beratungshotlines gibt. Das ist sicher der Hauptgrund, warum ich nach dem Dreh bei AWZ der Meinung war, wir sollten die nationale Notrufnummer für Opfer von haßmotivierten Gewalttaten bekannt machen. Wenn man so etwas im Fernsehen sieht, kann die Erinnerung an den tatsächlichen Vorfall wieder aufbrechen, und die Leute sollten unterstützt werden. Ich bin schließlich nicht der einzige, der zusammengeschlagen wurde und sich nie damit auseinandergesetzt hat.
AE: Was möchtest du deinen Fans in der ganzen Welt sagen?
DG: Ich möchte ihnen danken für all ihr Interesse an der Storyline und dem Charakter. Wenn man bedenkt, daß viele meiner Fans kein Deutsch können und es irgendwie geschafft haben, der Storyline zu folgen. Dabei hat es sehr geholfen, daß ein Großteil der Storyline von den Fans ins Englische übersetzt wurde. Die Leute finden immer einen Weg, wenn sie interessiert sind, und das beeindruckt mich sehr. Danke für euer Interesse und ich hoffe, daß wir es auch weiterhin für euch interessant machen können.
BLEIBT WILD!
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